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25 Jahre BNZ
Informationen zum Thema Amalgam

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Die Position und Verantwortung der Krankenkasse in der Partnerschaft zwischen Arzt und Patient

Dr. Eckart Fiedler

BARMER

1. Der Auftrag:

  • Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sichert über einen solidarischen Ausgleich der breiten Bevölkerung den ungehinderten Zugang zur notwendigen medizinischen Versorgung – und dies ohne Wartezeiten und ohne Ansehen von Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand oder sozialem Status.
  • Die Beiträge werden dabei prozentual vom Einkommen erhoben, d.h. die Versicherten tragen nach ihrer wirt-schaftlichen Leistungsfähigkeit zur Finanzierung bei. Der Leistungsanspruch richtet sich dagegen ausschließlich nach dem medizinischen Bedarf.
  • In der Konsequenz bedingt die damit verbundene Umverteilung eine strikte Ausrichtung auf das Wirtschaftlich-keitsgebot. Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.
  • In dieser Verantwortung und Verpflichtung stehen die Krankenkassen.

2. Die Herausforderungen:

  • Die GKV leidet unter einer wachsenden Einnahmeschwäche. Der Anteil der Leistungsausgaben am Bruttoinlands-produkt liegt seit Jahrzehnten konstant bei rund sechs Prozent. Insbesondere infolge der hohen Arbeitslosigkeit und politischer Verschiebebahnhöfe brechen allerdings die Einnahmen weg. Eine Finanzierungsreform muss daher für Verlässlichkeit und Stabilität sorgen.
  • Zudem signalisieren die demographische Entwicklung sowie der medizinische Fortschritt und die Zunahme chro-nisch-degenerativer Erkrankungen einen weiteren Finanzierungsbedarf.
  • Darüber hinaus leisten wir uns im Gesundheitswesen immer noch teure Qualitäts- und Strukturdefizite. Dazu gehört eine zu verbessernde Vernetzung der unterschiedlichen Leistungssektoren in Diagnose und Therapie. Aber auch die Entwicklung der Arzneimittelkosten zeigt die Notwendigkeit, Kosten und Nutzen stringenter zu bewerten.
  • Es fehlt an einer konsequenten Patientenorientierung – insbesondere für chronisch Kranke. Hier liegt das ge-meinsame Interesse von Krankenkassen und Ärzten.
  • Wesentliche Voraussetzung dafür ist eine Beseitigung des fehlgeleiteten Wettbewerbs in der GKV. Der derzeitige Risikostrukturausgleich (RSA) provoziert eine Jagd nach Gesunden und blockiert einen notwendigen Wettbewerb pro Patient.

3. Die Initiativen:

  • Originäres Wettbewerbsziel in einer solidarischen, nicht auf Gewinn ausgerichteten Krankenversicherung muss die kontinuierliche Optimierung von Qualität und Wirtschaftlichkeit in der medizinischen Versorgung sein. Die Sub-ventionierung von Kassen für Gesunde muss deshalb ein Ende haben; sie entzieht dem System dringend benötig-te Finanzmittel und führt zu einer Unterversorgung chronisch Kranker. Der RSA muss die Mittel konsequent an der Morbidität orientiert verteilen.
  • Immer neue Möglichkeiten in Diagnose und Therapie müssen vom einzelnen Leistungserbringer in den individuel-len Behandlungsablauf eines Patienten integriert werden. Zurückgreifen können sollte er dabei auf die stets aktu-ellen wissenschaftlichen Bewertungen und Erfahrungen, um diese evidenzbasierten Empfehlungen in den medizini-schen Alltag zu übernehmen.
  • Objektive Informationen sollten interessengeleitete Infiltrationen ablösen.
  • In diesem Zusammenhang kann mehr Transparenz auch zu einer Stärkung der Patientenautonomie beitragen.
  • Im Rahmen der Integrierter Versorgung kann es gelingen, über Leistungssektoren hinweg zu einem abgestimmten und vernetzten Behandlungsablauf im Interesse des Patienten zu kommen. Dabei nimmt die besonders vertrau-ensvolle Beziehung zwischen Hausarzt und Patient eine besondere steuernde Rolle für mehr Qualität und Wirt-schaftlichkeit ein.
  • Und nicht zuletzt bedarf es eines nachhaltigen Engagements für mehr Prävention. Dies ist richtig verstandene Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit und ein Beitrag gegen Folgen der demographischen Entwicklung.

4. Das Fazit:

Krankenkasse und Arzt sind Partner im Einsatz für mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Ihre gemeinsame Verantwortung liegt in der Verpflichtung auf einen Wettbewerb pro Patient.



 

 

Dr. Eckart Fiedler
Dr. Eckart Fiedler

Sonderveranstaltung:

Sonderveranstaltung des BNZ am Montag, den

31. Oktober 2005

in Baden-Baden.
Sonderveranstaltung des Bundesverbandes der naturheilkundlich tätigen Zahnärzte in Deutschland e.V. (BNZ).

Montag, den 31. Oktober 2005, im Auditorium (UG)


Veranstaltungsort:
Kongresshaus
Augustaplatz 5

76530 Baden-Baden
www.kongresshaus.de

Kongressorganisation und Auskünfte:
Karl F. Haug Verlag
in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG,
Oswald-Hesse-Str. 50

70469 Stuttgart

Tel. 0711/8931-365,
Fax 0711/8931-370,

medwoche@
medizinverlage.de


www.medwoche.de


Rückblick:
Programm des BNZ im Rahmen der Medizinischen Woche Baden-Baden.

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